Was nicht essen bei Polymyalgia rheumatica 2026

Die Polymyalgia rheumatica (PMR) ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft. Typisch sind Schmerzen und Morgensteifigkeit in Schultern, Nacken und Hüfte. Die Standardtherapie besteht meist aus Kortikosteroiden wie Prednison. Ernährung kann die Erkrankung nicht heilen, aber sie kann Entzündungen beeinflussen und Nebenwirkungen der Therapie (z. B. Gewichtszunahme oder Osteoporose-Risiko) mitsteuern.

Eine klare „PMR-Diät“ gibt es nicht, aber es gibt Lebensmittel, die man besser reduzieren oder meiden sollte, weil sie Entzündungen fördern oder die Medikamentenlage verschlechtern können.

Disclaimer: Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um eine fachmedizinische Beratung. Wir können Ihnen keine Heilversprechen vermitteln. Bitte konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen Ihren Arzt!


1. Stark verarbeitete Lebensmittel

Bei PMR gilt: stark verarbeitete Produkte können entzündliche Prozesse im Körper fördern.

Eher vermeiden oder stark reduzieren:

  • Fast Food
  • Fertiggerichte
  • Chips, Snacks, stark verarbeitete Backwaren
  • Wurstwaren mit vielen Zusatzstoffen

Diese Lebensmittel enthalten oft:

  • Transfette
  • hohe Mengen Zucker und Salz
  • Zusatzstoffe mit ungünstiger Stoffwechselwirkung

2. Zuckerreiche Lebensmittel

Ein hoher Zuckerkonsum kann Entzündungsprozesse verstärken und das Gewicht erhöhen – besonders relevant bei Kortisontherapie.

Zu reduzieren:

  • Softdrinks und gesüßte Getränke
  • Süßigkeiten
  • Kuchen und Gebäck
  • stark gezuckerte Frühstückscerealien

Zuckerreiche Ernährung wird mit erhöhter Entzündungsaktivität im Körper in Verbindung gebracht. (harvard.edu)


3. Ungünstige Fette (Transfette, Omega-6-Übermaß)

Bestimmte Fettarten können entzündungsfördernd wirken.

Zu meiden bzw. zu begrenzen:

  • frittierte Lebensmittel
  • industrielle Backwaren
  • Margarinen mit gehärteten Fetten
  • stark omega-6-lastige Pflanzenöle in großen Mengen (z. B. Sonnenblumenöl)

Besser ist ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren.


4. Alkohol

Alkohol ist bei PMR besonders kritisch, vor allem bei gleichzeitiger Kortisontherapie.

Risiken:

  • verstärkte Nebenwirkungen von Kortison
  • erhöhtes Osteoporose-Risiko
  • mögliche Leberbelastung
  • Schlafstörungen und erhöhte Entzündungswerte

Viele Fachquellen empfehlen daher eine deutliche Einschränkung oder Vermeidung. (nhs.uk)


5. Sehr salzreiche Ernährung

Kortison kann den Salz- und Wasserhaushalt beeinflussen. Viel Salz kann daher problematisch sein.

Zu reduzieren:

  • Fertigsuppen
  • Wurst und Käse mit hohem Salzgehalt
  • Snacks wie Salzgebäck
  • stark verarbeitete Lebensmittel

Zu viel Salz kann:

  • Blutdruck erhöhen
  • Wassereinlagerungen verstärken

6. Rotes und verarbeitetes Fleisch (in großen Mengen)

Ein hoher Konsum kann entzündliche Prozesse begünstigen.

Zu begrenzen:

  • Rind-, Schweine- und Lammfleisch in großen Mengen
  • Speck, Salami, gepökelte Produkte

Besser sind:

  • Fisch (Omega-3-reich)
  • pflanzliche Proteinquellen
  • mageres Geflügel in moderaten Mengen

7. Vorsicht bei Kalzium- und Vitamin-D-Balance (durch Therapie wichtig)

Nicht direkt „verboten“, aber wichtig im Kontext:

Kortison kann:

  • Knochendichte reduzieren
  • Vitamin-D-Stoffwechsel beeinflussen

Daher sollten problematische Ernährungsgewohnheiten (wenig Nährstoffe, viel Zucker/Fett) vermieden werden, um Osteoporose vorzubeugen.


8. Was stattdessen empfohlen wird (kurz eingeordnet)

Auch wenn die Frage „was nicht essen“ im Fokus steht, ist die Gegenrichtung wichtig:

  • mediterrane Ernährung
  • viel Gemüse, Obst, Vollkorn
  • Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl)
  • Hülsenfrüchte
  • ausreichend Eiweiß

Diese Ernährung wird häufig mit niedrigeren Entzündungswerten in Verbindung gebracht. (arthritis.org)


Fazit

Bei Polymyalgia rheumatica gibt es keine strikte Verbotsliste, aber eine klare Orientierung:

Eher vermeiden oder stark einschränken:

  • stark verarbeitete Lebensmittel
  • Zuckerreiche Produkte
  • Transfette und ungünstige Öle
  • Alkohol
  • stark salzhaltige Ernährung
  • große Mengen verarbeitetes Fleisch

Entscheidend ist weniger ein einzelnes Lebensmittel, sondern das Gesamtmuster der Ernährung. Eine entzündungsarme, ausgewogene Kost kann die Therapie unterstützen und Nebenwirkungen von Medikamenten abmildern.


Quellen


Wenn du möchtest, kann ich dir auch eine konkrete 7-Tage-Ernährungsstruktur bei PMR oder eine Liste entzündungshemmender Lebensmittel speziell für Kortisontherapie erstellen.